Museumsführer Andreas Tiedtke stellte den neugierigen Besuchern den Wandel der politischen Werbung in der Demokratie anhand ausgewählter Wahlplakate von der Weimarer Republik bis heute fachkundig dar. So änderten sich die Methoden der Plakatgestalter abstrakte Inhalte, Ideen und politische Programme in einfache konkrete Bilder zu fassen im Laufe der Zeit erheblich: von Zeichnungen, über textlastige Plakate und gestellten Dialogen zwischen Bürger/innen und Kandidat/in bis zu den heutigen Kandidatenfotos mit kurzen Slogans.
„Es ist eine richtige Kunst, die Blicke des Betrachters auf das Plakat zu lenken und mit wenigen Worten und Bildern eine Botschaft zu vermitteln“ so der Vorsitzende des Ortverbandes Döhren-Wülfel, Matthias Wiesner. Von den ersten Plakaten mit Reichspräsident von Hindenburg über Konrad Adenauer bis zum heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff, konnten die CDU- und JU-Mitgliedern dann auch direkt in der Ausstellung sehen, wie die unterschiedlichen Mittel eingesetzt wurden, um für die Botschaften ihrer Auftraggeber Interesse bei den Wählern - und seit 1918 auch bei den Wählerinnen - zu wecken.
„Eine äußerst interessante Ausstellung, die besonders jüngeren Besuchern zu empfehlen ist, da sie zudem veranschaulicht, welche Themen die Menschen in den letzten Jahrzehnten nicht nur im politischen Bereich stark bewegt haben, sei es der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg oder die Angst vor dem Atomkrieg und das aufkommende Umweltbewusstsein in den 1980ern“, so der 29-jährige Wiesner abschließend.




